Erntedank Altarbrot Erntedank 2017 - die Erntekrone wurde hereingetragen - etwas Besonders noch immer. Wir haben die eindeutigen Lieder gesungen und die einschlägigen Texte der Tradition gehört. Vor uns die kleine Darstellung der Gaben vor und auf dem Altar. Erntekrone
Wir haben Gott Dank gesagt für den Ertrag des Jahres, für die Erntefrüchte und wir haben an die Arbeit erinnert, die dahinter steckt.

Am 23. September hat Prisdorf sein 675. Jubiläum gefeiert. In Kummerfeld und Borstel-Hohenraden liegen die Ersterwähnungen in etwa ähnlich. Da wurde noch einmal deutlich, wie sehr diese Dörfer oder Siedlungen ihre Wurzeln in der Landarbeit haben, in der Arbeit mit dem Land, für das Land und manchmal auch gegen das Land. Es wurde bildhaft, wie sehr das Land durch Arbeit urbar gemacht wurde, wie sehr die wenigen Bauernfamilien auf ihren Hufen vom Ertrag - und der Solidarität untereinander - abhingen.


Alle drei Dorfchroniken beschreiben das in etwa gleichen Sätzen und betonen den zähen Kampf um das tägliche Brot und die Furcht vor Mißernten. Namen und Wappen der Dörfer lassen manches noch anklingen: Hohenraden - die Rodung steckt drin. Borstel - soll der gefestigte, gesicherte Wohnplatz bedeuten. Das Dorf von Prisdorf steht für eine - damals schon - vorgenommene Aussiedlung von Höfen.


Am stärksten ist der Ursprung in Kummerfeld herauszulesen - wenn man der Deutung kümmerliches, karges Land zustimmt. Das Wappen weist mit der Ähre auf die Landwirtschaft, mit der Eichel auf  die Baumschulen, mit der Bilsbek auf die Landschaft und mit dem Wolf auf die Gefahren und erzählt darunter Geschichten von bodenständigem Leben und Weben.

Biblische Tradition weiß nur zu gut, dass wir nicht mehr im Paradies leben: Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen. Arbeit und Mühsal, aber auch Wissen und Erfahrung prägen den Erwerb des täglichen Bedarfs. Zu anderen Zeiten war - und in anderen Ländern ist das ganz elementar.
Wir tun das unsere - nach unseren Kräften, nach unserem besten Wissen, in aller Verantwortung - aber das allein ist es noch nicht. Wir sind und bleiben abhängig.
Wir bitten um Gottes Segen und beten um Schutz vor Mißernten - nicht nur bei uns.